Im Herbst des Jahres – es ist Corona-Pandemie – beschließt Daniele Angeli, Italiener mit einer Leidenschaft für Basketball, ein Basketball-Abteilung zu gründen, da es in der Stadt keine gibt.
Durch die Zugehörigkeit zum TSV Neusäß hat er Zugang zu Sporthallen und Trainingszeiten. Schnell findet Daniele Angeli weitere Basketballliebhaber und interessierte Mitglieder, in den verschiedensten Altersklassen. Trotz der Covid-Problematik kann sich die Gruppe halten und trainiert so gut wie möglich weiter. Währenddessen entwirft Daniele Angeli, selbst Grafik Designer, das Teamlogo und ihren Namen, die NEUSÄSS CHILLERS.
Langsam aber kontinuierlich steigt die Zahl der Mitglieder und erreicht im Frühjahr eine Mindestanzahl, um am Punktspielbetrieb teilnehmen zu können. Einer davon ist Marco Maier, eine wichtige Stütze des Teams, sowie die rechte Hand von Daniele Angeli. Auch Helga Sturz kümmert sich um organisatorische Aufgaben, da sie viel Erfahrung in Vereinsangelegenheiten mitbringt. Die die drei teilten sich die zu bewältigenden Aufgaben und definierten ihr klares Ziel: eine erste Mannschaft in den Spielbetrieb zu schicken. Die Spieler sind allerdings zu unterschiedlich in Skills und Altersklasse und es ist schwer, ein funktionierendes und erfolgreiches Spiel zu entwickeln. Trotz des Spaßes landen die CHILLERS in ihrer ersten Saison auf dem letzten Tabellenplatz. Die Führung nimmt daraus wichtige Erkenntnisse mit, lernt die Grundlagen einer Meisterschaftssaison und steckt sich neue Ziele.
Die Mitgliederzahlen wächst immer weiter und durch mehr Spielerfahrung steigt die Wettbewerbsfähigkeit. So organisiert Daniele Angeli eine Reihe von Freundschaftsspielen mit einem Gästeteam aus Italien, den Modigliana Basket, woraus sich eine echte Partnerschaft entwickelt.
Das zweite Jahr im Spielbetrieb bereitet trotz guter Absichten keine Freude, da die Saison von Verletzungen geprägt ist und der Kader oft zu klein ist, um vernünftig spielen zu können. Außerdem ist es aufgrund des Altersunterschieds von 16 bis 55 Jahren immer noch schwierig, eine gemeinsame Spielauffassung zu finden. Eine weitere Neuheit in diesem Jahr ist das erste Training für Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren.
Die Saison 2022/23 beginnt mit wenigen Hoffnungen, endet jedoch mit einigen Erfolgen, auch Dank der Neuzugänge einiger guter Spieler. Nach der Punktrunde jedoch müssen viele Teammitglieder aufgrund ihrer schulischen Verpflichtungen aufhören, was das Ende der Herrenmannschaft für die nächste Saison bedeutet.
Im April besuchen die NEUSÄSS CHILLERS ihren Partnerverein Modigliana Basket, wo sie das Dreiecksturnier gegen Modigliana und Brisighella gewonnen.
Es ist das Jahr 2023, und Deutschland wird Basketball-Weltmeister. Sicher einer der Gründe, weshalb die Anfragen von jüngeren Spielern stetig zunehmen. So kann die Führung erstmals drei Schüler- und Jugendgruppen bilden:
Ein breit besetztes U18-Team mit Robin Geißler als Kapitän, der bereits ein wichtiger Spieler im Herren-Team war. Das Training erfolgt unter der Leitung von Marco Maier mit Unterstützung von Till Zierau.
Im Herbst wird die Kindergruppe in zwei Altersgruppen aufgeteilt: in die CHILLIES von 8 bis 10 Jahren und eine U14 von 11 bis 13 Jahren.
Wie bereits angekündigt, hat die Herrenmannschaft nicht genug Spieler, um am Spielbetrieb teilzunehmen, und die wenigen verbleibenden Mitglieder entscheiden sich, die Basketballabteilung zu verlassen. Der Fokus für diese Saison liegt daher auf der U18, die an Erfahrung und Spieleranzahl wächst und zahlreiche Siege erringen kann.
Am Ende der Saison entscheidet sich Trainer Maier, Neusäß zu verlassen und ein neues Abenteuer in Gersthofen zu beginnen. Da kein Trainer mehr vorhanden ist, verliert auch die U18 trotz vieler Versuche mehrere Spieler, sodass nur noch eine kleine Gruppe von Jugendlichen übrig bleibt, die nicht ausreicht, um am nächsten Spielbetrieb teilzunehmen.
Parallel dazu übernehmen Alexander Nuska und Stefan Bauerle das Ruder und leiten das U12- und U14-Projekt. Die beiden entscheiden zusammen mit Daniele Angeli, die vielen Anfragen von Kindern zu nutzen und sich auf den Nachwuchsbereich zu konzentrieren, um einen guten Talentpool und eine solide interne Struktur aufzubauen – kurz gesagt, die Grundlagen, die der Basketballabteilung Neusäß Chillers bisher gefehlt haben.
Während die U12 zwischen der Hin- und Rückrunde eine deutliche Entwicklung zeigte – auch angesichts des im Vergleich zur Konkurrenz sehr jungen Altersdurchschnitts der Spieler –, hatte die U14 mit mehreren Verletzungen zu kämpfen und konnte ihre sportlichen Ziele nicht erreichen. Dennoch konnten einige neue Spieler in die Mannschaft integriert werden. Dadurch wurden die Voraussetzungen geschaffen, in der kommenden Saison eine U16 zu melden, in der auch die Spieler eingesetzt werden können, die altersbedingt nicht mehr für die U14 spielberechtigt sind.







